Der Courageous Scientists Award for Environmental and Climate Justice ist ein internationaler Wissenschaftspreis, der Forscher*innen auszeichnet, die sich mit außergewöhnlichem Mut für Umweltschutz, Klimagerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen, oft unter großer persönlicher Gefahr. Der Preis würdigt Wissenschaftler*innen, die sich gegen Umweltzerstörung, Korruption und politisches Versagen engagieren und wissenschaftliche Erkenntnisse in öffentliches Handeln umsetzen, häufig unter gefährlichen Bedingungen. Jede*r Preisträger*in erhält ein Preisgeld in Höhe von 5000 €, das dazu dienen soll, ihre/seine wichtige Arbeit zu unterstützen und zu verstärken. Weitere Informationen über den Preis und die Begründung der Jury finden Sie auf der Website.
Die Preisverleihung fand am Samstag, dem 15. November 2025, erstmals im Jazzclub Porgy & Bess in Wien statt. Fünf herausragende Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen von fünf Kontinenten wurden für ihr mutiges Engagement geehrt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die Preisträger*innen 2025:
Die Preisträger*innen 2025
Olanrewaju Suraju – Afrika (Nigeria)
Suraju ist ein nigerianischer Menschenrechts- und Umweltaktivist. Als Vorsitzender des HEDA Resource Centre deckt er Umweltzerstörung, Korruption und Governance-Versagen im westafrikanischen Rohstoff- und Energiebereich auf und kämpft für Transparenz, gerechte Klimapolitik und starke Zivilgesellschaft.


Dr. Elisa Privitera – Europa (Italien)
Die italienische Forscherin untersucht die sozialen und ökologischen Folgen industrieller Umweltverschmutzung, besonders in ihrer Heimatregion Sizilien. Sie arbeitet eng mit betroffenen Gemeinden zusammen, um ungerechte Entwicklungspfade sichtbar zu machen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Dr. Rose Abramoff – Nordamerika (USA)
Als Professorin für Waldwissenschaften forscht Abramoff zur Kohlenstoffdynamik von Boden- und Pflanzenökosystemen. Sie engagiert sich aktiv für wissenschaftliche Öffentlichkeit und politischen Wandel, unter anderem durch zivilen Ungehorsam, um auf unzureichendes Regierungs-Handeln in der Klimakrise aufmerksam zu machen


Olivia Bisa Tirko – Südamerika (Peru)
Die indigene Führungsfigur der Chapra Nation im Amazonasgebiet verbindet traditionelles Wissen mit wissenschaftlichem Engagement. Sie kämpft für die ökologische Gesundheit ihres Landes, fordert Sanierung nach Ölverschmutzungen und setzte sich erfolgreich gegen die Erweiterung eines Ölfeldprojekts ein.
Cynthia Houniuhi – Pazifik (Solomon Islands)
Houniuhi ist indigene Juristin und Mitbegründerin der Pacific Islands Students Fighting Climate Change. Sie trug dazu bei, eine historische Anfrage an den Internationalen Gerichtshof zur staatlichen Verantwortung bei der Klimakrise zu initiieren, ein Meilenstein in der globalen Klimagerechtigkeits-Rechtsprechung.


